Ripple plant Großoffensive: IPO, Stablecoin RLUSD und Tokenisierung im Fokus

Patrik
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Marktanalyst & Redakteur

Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.

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Ripple plant Großoffensive: IPO, Stablecoin RLUSD und Tokenisierung im Fokus

In einem Interview mit CNBC-Moderator Arjun Kharpal skizzierte Ripple-Präsidentin Monica Long die nächste Wachstumsphase des Unternehmens. Ein mögliches IPO, der neue US-Dollar-Stablecoin RLUSD sowie eine aggressive Expansion in den Bereich der Tokenisierung realer Vermögenswerte stehen dabei im Mittelpunkt.

Ripple-IPO: In Planung, aber keine Eile

Long, die Ripple bereits seit zwölf Jahren begleitet, erinnerte an die Anfänge: 2014 hätten Banken dem Blockchain-Ansatz für grenzüberschreitende Zahlungen noch „die Tür vor der Nase zugeschlagen“. Heute sei das anders:

„Banken erkennen, dass Blockchain die Zukunft der Finanzwelt ist und öffnen sich zunehmend.“

Trotz der Beilegung des Rechtsstreits mit der US-Börsenaufsicht SEC (Sieg im Juli 2023: XRP ist kein Wertpapier) sieht Ripple keinen unmittelbaren Handlungsdruck für einen Börsengang:

„Wir haben hohe Liquidität und Milliarden Dollar auf der Bilanz.“

Statt Kapital aufzunehmen, setzt Ripple derzeit auf Übernahmen und organisches Wachstum. Dennoch sei das verbesserte regulatorische Umfeld ein Signal, dass ein IPO in den USA künftig möglich sein könnte.

Stablecoin RLUSD: Fokus auf institutionelle Nutzung

Parallel treibt Ripple den Ausbau seines Stablecoins Ripple USD (RLUSD) voran, der aktuell eine Marktkapitalisierung von rund 300 Millionen US-Dollar erreicht hat. Long erklärte die Motivation:

„In Handelsrouten zwischen Lateinamerika und Asien wollen viele Unternehmen lieber in Dollar abrechnen als in volatilen Lokalwährungen.“

RLUSD dient als 24/7-Liquiditätsbrücke für Unternehmen, die von den Banköffnungszeiten im klassischen Zahlungsverkehr eingeschränkt sind.

Ripple positioniert RLUSD gezielt für institutionelle Anwendungen – insbesondere bei grenzüberschreitenden Zahlungen und Collateral Management. Der Erwerb des Prime Brokers Hidden Road (jährliches Volumen: 3 Billionen US-Dollar) schafft hier sofortige Anwendungsfälle: Kunden wollen On-Chain-Dollars als Margin für klassische Vermögenswerte nutzen.


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Tokenisierung: Das nächste große Thema

Long bekräftigte zudem Ripples strategischen Fokus auf Tokenisierung realer Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen und Fondsanteile. Banken wie SG Forge nutzen Ripple-Technologien bereits, um eigene Token auf Blockchain-Basis zu erstellen und zu verwalten.

Das Ziel:

„Wir verknüpfen klassische Finanzsysteme mit der Blockchain-Welt.“

Neue Erweiterungen im XRP Ledger – etwa für Multi-Purpose Tokens und natives Lending – sollen die Plattform dafür rüsten. Obwohl Ripple aktuell primär auf institutionelle Kunden setzt, schloss Long zukünftige Angebote für Privatanleger nicht aus. Sie selbst sei weiterhin Fan von Fraktionalbesitz, etwa an Kunstwerken wie einem Banksy-NFT.

Regulierungsumfeld: Besser als je zuvor

Long lobte die jüngsten Fortschritte in den USA:

  • Das umstrittene SAB 121 wurde zurückgenommen.
  • Die SEC zeigt sich weniger konfrontativ.
  • Ein Stablecoin-Gesetz ist in Arbeit.
  • Die Regierung prüft einen strategischen Krypto-Reservefonds, in dem auch XRP explizit genannt wird.

Ihre Einschätzung:

„Mehr als alles andere bestätigt das die Legitimität von XRP als Vermögenswert.“

Monica Longs Fazit:

„Wenn wir Produkte bauen, die echte Probleme lösen und echte Nutzwerte bieten, regelt sich alles andere von selbst.“

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Er macht seit neun Jahren das Fachchinesisch der großen Banken für private Anleger verständlich. Er nimmt komplexe Berichte von Bloomberg und macht daraus klare Analysen zu Bitcoin oder Solana. Sein Fokus liegt auf echtem Hintergrundwissen damit Anleger Marktbewegungen logisch einordnen können.