BBVA startet Bitcoin- und Ethereum-Handel in Spanien
Die spanische Großbank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) hat die Genehmigung der spanischen Wertpapieraufsichtsbehörde (CNMV) erhalten, um Bitcoin- und Ethereum-Handel sowie Verwahrungsdienste anzubieten. Damit positioniert sich BBVA als eine der ersten europäischen Banken, die unter der neuen MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets) offiziell Krypto-Dienstleistungen für Privatkunden bereitstellen darf.
Krypto-Handel nun direkt über die BBVA-App möglich
Nach Abschluss der erforderlichen Formalitäten bereitet sich BBVA darauf vor, ihr Krypto-Angebot schrittweise für Privatkunden in Spanien einzuführen. Zunächst wird der Service nur für eine begrenzte Nutzergruppe verfügbar sein, bevor er in den kommenden Monaten sukzessive für alle Kunden geöffnet wird.
Die Kunden können direkt über die BBVA-App Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) kaufen, verkaufen und verwalten – ähnlich wie ihre regulären Bankkonten und Investitionen. Durch diese Integration schafft BBVA eine benutzerfreundliche Schnittstelle für digitale Assets und stärkt zugleich ihre Digitalisierungsstrategie.
Eigene Verwahrungsplattform für mehr Sicherheit
Ein besonderes Merkmal des neuen Angebots ist, dass BBVA eine eigene Plattform für die Verwahrung der Krypto-Assets nutzt, anstatt auf externe Anbieter zurückzugreifen. Dadurch behält die Bank die volle Kontrolle über die Sicherheit der Kundeneinlagen und minimiert potenzielle Risiken durch Drittparteien. Gleichzeitig betont BBVA, dass es sich um einen reinen Ausführungsdienst handelt – Kunden müssen eigenständig Kauf- und Verkaufsentscheidungen treffen, da keine Beratung angeboten wird.
„Wir möchten unseren Kunden den Einstieg in den Krypto-Markt erleichtern, indem wir ihnen eine einfache und sichere Möglichkeit bieten, Bitcoin und Ethereum direkt von ihrem Smartphone aus zu kaufen. Unsere Kunden erhalten Zugang zu digitalen Assets mit der Sicherheit und Stabilität, die eine etablierte Bank wie BBVA bieten kann“, erklärte Gonzalo Rodríguez, Leiter des Privatkundengeschäfts in Spanien.
Erfahrung aus der Schweiz und der Türkei
BBVA ist bereits seit mehreren Jahren im Krypto-Sektor aktiv. 2021 führte die Bank in der Schweiz einen Krypto-Verwahr- und Handelsservice ein, der mittlerweile auf Ether (ETH) und den Stablecoin USDC erweitert wurde. 2023 folgte eine ähnliche Initiative in der Türkei durch das Tochterunternehmen Garanti BBVA, das inzwischen eine breite Palette an Krypto-Assets wie Solana (SOL), Ripple (XRP), Avalanche (AVAX) und Polkadot (DOT) verwaltet.
Mit der Expansion nach Spanien setzt BBVA ihren Kurs fort, in regulierten Märkten Krypto-Dienstleistungen bereitzustellen. Die Umsetzung erfolgt vor dem Hintergrund der MiCA-Regulierung, die in der EU für einheitliche Rahmenbedingungen im Krypto-Sektor sorgt und den Anlegerschutz stärken soll.