Bewertungsgrundlagen & Methodik – Kryptowährungen
Plattformen wie CoinMarketCap tracken mittlerweile über 27 Millionen verschiedene Kryptowährungen. Ein riesiges Feld an etablierten, überholten und brandneuen Projekten, die sich mit unterschiedlichen Strategien am Markt behaupten wollen. Doch nur ein Bruchteil davon ist tatsächlich langfristig erfolgreich und zählt somit zu den relevantesten Kryptowährungen im gesamten Markt.
Wer zu einer Kryptowährung recherchiert und eine Prognose erstellen möchte, sollte deshalb auf eine ganze Reihe an unterschiedlichen Faktoren achten. Welche Aspekte wir in unseren Artikeln beachten, verrät dieser Artikel.
Die wichtigsten Bewertungskriterien in der Übersicht
Bei der Bewertung von Kryptowährungen konzentrieren wir uns auf fünf wichtige Aspekte aus unseren Bewertungsgrundlagen, die zu einem großen Anteil darüber bestimmen, ob ein Token kurzfristig oder langfristig Chancen auf Erfolg bietet.
Tokenomics

Außerdem sollte überprüft werden, welche Utility eine Kryptowährung besitzt: Fungiert der Coin als Governance-Token oder wird er zur Bezahlung von etwaigen Gas-Gebühren benötigt? Bietet er einen Zugang zu (Premium-)Funktionen? Überdies informieren die Tokenomics darüber, wie groß die Anzahl der Token ist, die von den Entwicklern zurückbehalten werden, und ob es etwaige Airdrops gibt.
Marktkapitalisierung

Weiterhin zeigt die Marktkapitalisierung an, wie hoch die potenzielle Volatilität ist: Kleine Werte bedeuten, dass es schnelle und hohe Preisschwankungen geben kann – ein großes Risiko, aber auch eine Chance auf starke Gewinne. Große Projekte wie Bitcoin und Ethereum haben hingegen ein geringeres Wachstumspotenzial, aber oft ein niedrigeres Risiko.
Nicht zu verachten ist zudem der psychologische Aspekt: Eine hohe oder steigende Marktkapitalisierung signalisiert, dass viele Anleger dieser Kryptowährung vertrauen. Das wiederum erhöht die Sichtbarkeit auf Trading-Plattformen, in den Medien und bei institutionellen Anlegern.
Sicherheitsaspekte

Es hilft außerdem – falls vorhanden –, einen Blick auf Audits von spezialisierten Sicherheitsunternehmen zu werfen. Diese überprüfen insbesondere die Codequalität, etwaige Smart Contracts und vorhandene Exploits.
Ein häufig unterschätzter Aspekt der Sicherheit ist die Governance: Wie einfach ist es, bestehende Regeln zu verändern, und können Entwickler neue Token generieren und damit den aktuellen Bestand verwässern?
Auch die technologische Abhängigkeit spielt eine Rolle: Kryptowährungen auf Ethereum (z. B. ERC-20-Token) könnten Probleme bekommen, wenn die zugrunde liegende Blockchain Fehler aufweist oder überlastet ist.
Technische Veranlagung & Usecase

Gründe wären unter anderem bessere Konditionen (Gas-Gebühren, Geschwindigkeit, Skalierbarkeit, Energieeffizienz), aber auch innovative Ideen und neue technologische Ansätze.
Auch hier sollte überprüft werden, wofür ein Token konkret eingesetzt werden kann: Zahlung von Transaktionsgebühren, Staking, Governance, Utility in Ökosystemen, Interoperabilitäts-Features oder als Treibstoff für dApps. Meme-Coins hingegen sind häufig reine Spekulation ohne funktionalen Nutzen – hier spielen eher Community und Trenddynamik eine Rolle.
Community & Marketing

Auch die On-Chain-Aktivität und die Anzahl aktiver Wallets geben Aufschluss darüber, ob eine Kryptowährung tatsächlich verwendet wird oder nur als Spekulationsobjekt gehalten wird.
Einige Projekte – insbesondere Meme-Coins oder Social-Fi-Token – sind stark von viralen Marketing-Strategien abhängig. Wer sich mit solchen Coins beschäftigt, sollte genau überprüfen, welche Strategien die Entwickler verfolgen und ob diese langfristig zu einem stabilen Community-Wachstum führen können.