Gebühren verstehen: Maker/Taker, Funding, Spreads

Vanessa Eisele
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Vanessa Eisele

Vanessa Eisele ist Expertin für die Coin Update Academy bei Coin-Update. Sie bereitet komplexe Krypto-Themen verständlich auf und vermittelt Einsteigern wie Fortgeschrittenen fundiertes Wissen zu Kryptowährungen, Blockchain und Web3.

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Janine Jäckisch
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Janine Jäckisch
Krypto- und Finanzredakteurin

Spezialisierte Krypto- und Finanzredakteurin mit Fokus auf Blockchain, Web3 und digitale Anlagestrategien. Als Bankkauffrau mit über 10 Jahren Erfahrung erklärt sie Märkte, Wallets und Börsen verständlich und praxisnah, besonders für Einsteiger.

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Disclaimer:
Investitionen in Kryptowährungen sind mit erheblichen Risiken verbunden. Die auf CoinUpdate bereitgestellten... Mehr lesen

Vor allem als Einsteiger in der Welt der Krypto Investitionen, können Sie oftmals vom großen Angebot und den verschiedenen Optionen überfordert sein.

Besonders die Frage nach Gebühren beim Handeln mit Kryptowährungen und möglichen Kosten, die hierbei auf Sie zukommen, wird Sie hierbei sicherlich beschäftigen. Wir möchten Ihnen einen Überblick über diese Thematik geben - Gebühren verstehen: Maker/Taker, Funding, Spreads.

  • Beim Handeln mit Kryptowährungen an Kryptobörsen fallen verschiedene Trading-Gebühren an
  • Gebühren variieren aufgrund von Faktoren wie verschiedenen Plattformen, Trading-Volumen, Handelsvolumen etc.
  • Vor allem als Anfänger wichtig, die Gebühren im Blick zu behalten

Was ist eine Taker-Gebühr?

Taker GebührWas ist eine Taker-Order? Wir möchten Ihnen mit 3-Fakten über Taker-Orders einen kleinen Einstieg in das Thema der Taker-Gebühren geben:

  • Taker-Orders entnehmen den Markt Liquidität, da sie bestehende Orders im Orderbuch ausfüllen
  • Durch verringern der Liquidität fallen bei Taker-Ordern meistens höhere Gebühren an
  • Taker-Orders sofort und schnell verfügbar

Bei einer Taker-Gebühr handelt es sich um eine Art Handelsgebühr, diese wird Ihnen in bestimmten Fällen für das Trading auf Krypto-Börsen erhoben. Genauer gesagt für Transaktionen , die sofort und schnellstmöglich ausgeführt werden können.

Wie der Name “Taker” - Gebühr (engl.to take) also auf deutsch “ nehmen” schon sagt, wird bei Taker-Ordern eine bestehende Order aus dem jeweiligen Orderbuch genommen und sofort ausgeführt.

In den sogenannten Orderbüchern, befinden sich vorhandene Orders, meistens in Form von “Limit-Orders” oder “Stop-Limit-Orders”. Hierbei werden Preise festgelegt und im Falle einer Taker-Order nehmen Sie die jeweilige Limit-Order genau in der Höhe des festgelegten Preises an, diese Order ist Ihnen somit direkt verfügbar und wird aus dem Orderbuch genommen.

Wie hoch die Taker-Gebühr im Einzelfall ausfällt, ist unterschiedlich; als Grundlage dient in der Regel der Gebührensatz, der für die jeweilige Taker-Order gilt. Taker-Orders verringern die Liquidität des jeweiligen Orderbuchs: Werden die Orders im Orderbuch aufgefüllt, verlassen sie das Orderbuch, und der verfügbare Markt verringert sich entsprechend.

Deshalb müssen Sie bei Taker-Gebühren meistens mit etwas höheren Gebühren als z.B. bei Maker-Gebühren rechnen. Die etwas höhere Taker-Gebühr ermöglicht Ihnen aber auch eine schnelle und direkte Ausführung der gewünschten Order.

Beispiel für Taker-Gebühr

Ein Beispiel, bei dem Sie eine Taker-Gebühr zahlen müssten, könnte folgendes sein. Sie möchten eine Kryptowährung, z.B. Bitcoin zum aktuell und sofort verfügbaren besten Angebot kaufen.

Das heißt, Sie geben hierfür eine Taker-Order aus. Sie möchten also kein Preislimit setzen, sondern einfach den aktuell besten Preis bezahlen.

Ist die Liquidität gegeben und eine solche Order im Orderbuch verfügbar, wird diese ausgeführt und im Zuge dessen wird Ihnen die Taker-Gebühr erhoben.

Da Taker-Orders dem Orderbuch Liquidität nehmen, fallen hier meist etwas höhere Gebühren als beispielsweise bei Maker-Orders an. Denn Maker Gebühren bewirken genau das Gegenteil – doch dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Was ist eine Maker-Gebühr?

Maker Gebühr Den Maker-Gebühren, liegen die sogenannten Maker-Orders zugrunde. Um Ihnen einen kleinen Einstieg in die Thematik zu geben haben wir folgend 3 Fakten- über Maker-Orders für Sie zusammengefasst:

  • Maker-Orders fügen den Orderbüchern Liquidität hinzu, durch das Erstellen neuer Orders.
  • Tragen zur Marktstabilität bei und sind deshalb meistens mit geringeren Gebühren verbunden.
  • Maker-Orders, werden nur ausgeführt, wenn der von Ihnen festgelegte Preis im Orderbuch verfügbar ist.

Ähnlich wie die zuvor erläuterte Taker-Gebühr stellt auch die sogenannte Maker-Gebühr eine Handelsgebühr dar, die an Kryptobörsen anfällt. Anders als bei der Taker-Gebühr liegt der Maker-Gebühr keine bereits vorhandene Order zugrunde.

Hierbei erteilen Sie eine neue Order, die dann neu für Sie ausgestellt und ausgeführt wird. Bei diesen Maker-Order fallen die sogenannten Maker-Gebühren an, diese haben auch einen Maker-Gebührensatz als Grundlage und werden somit individuell berechnet.

Generell verstärken Maker-Orders die Liquidität des jeweiligen Orderbuches und sorgen somit für mehr Tiefe auf dem jeweiligen Markt. Da der Markt dadurch gestärkt wird, zeigen sich die Maker-Gebühren meistens geringer als die Taker-Gebühren.

Mit Maker-Orders behalten Sie Ihre Investitionen zudem noch besser im Blick, denn die Order wird ausschließlich dann ausgeführt, wenn die jeweilige Kryptowährung zu Ihrem gewünschten Preis verfügbar ist. Gerade wenn Sie gute Gelegenheiten erkennen und darauf setzen, dass der jeweilige Coin einen besseren Kurs erreicht, sind Maker-Orders für Sie eine gute Option.

Maker-Gebührenbeispiel

Anders als bei der Taker-Order, bei dem Sie einfach das momentan beste Angebot wählen und kaufen, geben Sie bei einer Maker-Order eine sogenannte Limit-Order auf – sie legen also fest, wie viel sie maximal bereit sind zu zahlen. Diese Order wird neu erstellt und dem Orderbuch hinzugefügt.

Sie legen also beispielsweise fest, dass Sie Bitcoin zum Betrag xy kaufen möchten, Ihre Order bleibt dann im Orderbuch, bis es ein Angebot gibt, welches zu ihrer Maker-Order passt. Dieses wird dann Ihrer Order zugeordnet und Sie können das Angebot annehmen.

Da Sie mit ihrer Maker-Order dem Orderbuch mehr Volumen hinzufügen, fallen die Gebühren für Maker-Orders meistens niedriger aus.

Was ist eine Funding-Gebühr?

Funding Gebühr Bei der Funding-Gebühr handelt es sich um eine Gebühr, die in regelmäßigen Abständen zwischen den Tradern von unbefristeten Verträgen (Perpetual Futures Contracts) gezahlt wird.

Mit der Funding-Gebühr soll sichergestellt werden, dass sich der Preis des Perpetual Futures Contractes nicht zu weit vom sogenannten Spotpreis ( aktueller Marktpreis) des dem Vertrages zugrunde liegenden Vermögenswertes entfernt.

Mit diesen Gebühren wird also ein Ausgleich zwischen Long- und Shortverträgen geschaffen.

Bei der Berechnung dieser Funding Gebühren gibt es im Prinzip zwei Optionen - entweder entsteht eine positive Funding Rate (Long Pays Short), das bedeutet dass Long-Positionen ( Trades, die auf steigende Preise setzen) eine Gebühr an die Short-Positionen ( Trades, die auf fallende Preise setzen) zahlen.

Das zweite Szenario zeigt sich genau umgekehrt als negative Funding Rate (Short Pays Long) - zeigt sich die Funding Rate negativ zahlen also die Short-Positonen eine Gebühr an die Long-Positionen.

Was sind Spreads?

Bei den sogenannten Spreads handelt es sich einfach gesagt um die Differenz zwischen Kaufpreis (Offer) und dem Verkaufspreis (Bid) einer Kryptowährung.

Der mit dieser Differenz verbundene Wert stellt außerdem einen wichtigen Punkt innerhalb des Derivatehandels dar, denn er bestimmt auch wie Derivate, also z.B. Differenzkontrakte (CFDs) bepreist werden.

Außerdem gibt es hierbei Unterschiede zwischen “engen Spreads”, welche auf eine hohe Liquidität und damit einen effizienten Markt hindeuten und den sogenannten “weiten Spreads”, welcher eher auf geringere Liquidität innerhalb des Marktes hinweisen kann.

Fazit zum Thema Gebühren verstehen

Fazit Gebühren Verschiedene Gebühren-Arten und Namen können sich vor allem für Einsteiger im ersten Moment verwirrend und viel anhören. Doch haben Sie sich einmal in die Thematik eingelesen, können Sie schnell in Themen wir Maker- und Taker-Gebühren einsteigen und diese verstehen.

Sie sollten sich bei Ihren Investitionen gut über mögliche vorgestellte Gebühren und Folgekosten informieren und diese mit in die Planung Ihrer Investitionen einbeziehen.

Generell sollten Sie sich vor dem Kauf und dem Investieren in Kryptowährungen intensiv mit der jeweiligen Thematik auseinandersetzen und nicht voreilig handeln.

Mehr Grundlagen, Praxis‑Guides und Checklisten finden Sie in der Coin Update Academy - der zentralen Anlaufstelle für Krypto, Wallets, DeFi und Co.

Häufige Fragen (FAQs)

Was sind Maker- und Takergebühren?

Wie unterscheiden sich Maker- und Taker-Gebühren zwischen verschiedenen Börsen?

Warum sind Maker-Gebühren meistens niedriger als Taker-Gebühren?

Wie wirken sich Handelsvolumina auf die Gebührenstruktur aus?

Quellenverweise

Vanessa Eisele

Vanessa Eisele ist Expertin für die Coin Update Academy bei Coin-Update. Sie bereitet komplexe Krypto-Themen verständlich auf und vermittelt Einsteigern wie Fortgeschrittenen fundiertes Wissen zu Kryptowährungen, Blockchain und Web3.