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TRON spricht erstmals über den Hintergrund der BitTorrent-Übernahme

Die Übernahme von BitTorrent durch TRON verbreitete sich ja bereits vor einigen Wochen durchs Netz. Bislang hat Justin Sun, Gründer von TRON (TRX), die Meldung nicht wirklich kommentiert. Erstmals äußert sich Sun jetzt in einem „Brief an die Community“ über die mit der Übernahme verbundenen Ziele.

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Das 2001 eingeführte BitTorrent-Protokoll ist ein Dateiübertragungsprotokoll, das auf einem Peer-to-Peer-Netzwerk basiert. Es ist das erste dezentrale Internetprotokoll mit großflächiger globaler Anwendung. Noch heute behält das BitTorrent-Protokoll seinen Status als weltweit größtes dezentralisiertes Protokoll, das nach eigenen Angaben einst 40 Prozent des täglichen Internetverkehrs übertragen hat.

BitTorrent-Teammitglieder werden Teil von TRON

Kürzlich gab BitTorrent an, dass ungefähr 170 Millionen Nutzer das Netzwerk verwenden. Diese Nutzer könnten jetzt das TRON-Netzwerk bereichern, wie Justin Sun in einem kürzlich veröffentlichten Beitrag anmerkte. Zudem soll auch das Know-How der BitTorrent-Teammitglieder dem TRON-Netzwerk zugutekommen:

„Alle BitTorrent-Teammitglieder werden auch Teil der TRON-Familie. Durch diese Übernahme werden BitTorrent und TRON ihre Kräfte bündeln und das TRON US-Team mit dem BitTorrent-Team zusammenführen. BitTorrent besitzt technisches Talent von Weltklasse und solide Erfahrung in der dezentralen Protokolltechnologie. Durch die Kombination der beiden Teams wird die Technologie, die hinter dem TRON-Ökosystem steckt, auf ein völlig neues Niveau gehoben.“

Mit der Integration von BitTorrent zielt TRON darauf ab, „das Internet aus dem Würgegriff großer Konzerne zu befreien“, dem Einzelnen Datenrechte zurückzugeben und ein „freies, transparentes und dezentralisiertes Netzwerk“ zu erschaffen.

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Durch die Verwendung eines Dateifreigabemechanismus, der die Download-Geschwindigkeit erhöht, indem Dateien in Blöcken oder Teilen geteilt werden, stellt das BitTorrent-Protokoll sicher, dass keine einzelne Maschine die alleinige Autorität über irgendwelche Dateien im Netzwerk besitzt. Sobald dies in die TRON-Blockchain integriert wurde, hätte Justin Sun das erreicht, was er im Whitepaper des Projekts vorgesehen hat.

Mit seinem Vorhaben könnte Sun durchaus Erfolg haben. Spätestens nach dem Facebook-Datenskandal, als es der Datenanalysefirma Cambridge Analytica gelang, mehr als 87 Millionen Nutzerdaten unrechtmäßig abzuschöpfen, stellen sich viele Internetnutzer die Frage, was mit ihren Daten eigentlich geschieht. Justin Sun nutzte das Ereignis jedenfalls um einmal mehr auf die Notwendigkeit eines freien Internets, bei dem die Nutzer die Kontrolle über ihre Daten haben, aufmerksam zu machen.

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