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Staatsanwaltschaft Bamberg verkauft Kryptowährungen für 12 Millionen Euro

In dem Verfahren gegen die Betreiber der illegalen Booksharing-Plattform „Lesen und Lauschen“ (LuL.to) hat die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg errichtete Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB) verschiedene Kryptowährungen im Gesamtwert von über 12 Millionen Euro veräußert. Der Verkaufsprozess wurde in Zusammenarbeit mit der Landesjustizkasse Bayern im Rahmen einer Notveräußerung durchgeführt.

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Zentralstelle beschlagnahmt tausende Krypto-Coins

Am 21.06.2017 gab die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg in einer Pressemitteilung bekannt, dass das illegale Portal LuL.to (LuL steht für Lesen und Lauschen) im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens, der Zentralstelle Cybercrime Bayern, vom Netz genommen wurde.

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ZCB nimmt LuL.to vom Netz | Quelle: ZCB

Bei LuL handelte es sich um ein großes und deutsches Online-Portal, über das ohne die notwendige Einwilligung der Urheber / Lizenzberechtigten, Bücher, Hörbücher sowie Zeitschriften und Zeitungen als mp3- oder pdf-Datei gegen Zahlung von wenigen Euro-Cent zum Download angeboten wurden.

Das Angebot auf der Internetseite umfasste mehr als 200.000 Titel, darunter alleine ca. 160.000 deutschsprachige E-Books und 28.000 Hörbücher. Mehr als 30.000 Kunden nahmen die illegalen Dienste des Portals in Anspruch.

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Im Rahmen der durchgeführten Durchsuchungen konnten große Bestände von Kryptowährungen sichergestellt werden, die mutmaßlich im Zusammenhang mit den kriminellen Aktivitäten stehen.

Wann und wo wurden die Bitcoins verkauft?

In einer weiteren Pressemitteilung vom 28.05.2018, heißt es, dass insgesamt 1.312,49 Bitcoin, 1.399,04 Bitcoin Cash, 1.312,49 Bitcoin Gold und 220,81 Ether in mehr als 1.600 Einzeltransaktionen über eine in Deutschland ansässige Handelsplattform verkauft wurden (vermutlich Bitcoin.de). Insgesamt brachte der Verkaufsprozess einen Erlös von mehr als 12 Millionen Euro ein. Verkauft wurden die Kryptowährungen im Zeitraum vom 20.02.2018 bis zum 25.04.2018.

Ermittlungen dauern weiter an

Die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg bestehende Zentralstelle führt bereits seit Mitte 2015 umfangreiche Ermittlungen gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Sachsen gegen die Betreiber der illegalen Booksharing-Plattform.

Die umfangreichen Ermittlungen gegen die Betreiber von LuL.to dauern unverändert an. Ein Zeitpunkt für die Anklageerhebung steht noch nicht fest. Aktuell laufen noch aufwändige Auswertungen der Kunden- und Bestelldatenbanken, um den genauen Schaden für die Rechteinhaber zu beziffern.

Die durchgeführte Notveräußerung diente zum jetzigen Zeitpunkt allein dem Werterhalt der sichergestellten Vermögenswerte, heißt es und er Mitteilung.

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