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So wirken sich die EU-Geldwäsche-Vorschriften für 2020 auf Kryptowährungen aus

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Kein EU-Investorenschutz.

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Am 10. Januar treten in Europa neue Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) in Kraft. Die Regeln, die sich erstmals mit Kryptowährungsunternehmen befassen, dürften einen großen Einfluss auf die Branche haben.

Die Fünfte Geldwäscherichtlinie (5AMLD) soll in weniger als einem Monat in Kraft treten. Sie wurde erstmals im Mai letzten Jahres detailliert beschrieben.

Die Regeln definieren erstmals, was mit dem Begriff virtuelle Währung gemeint ist:

„… eine digitale Darstellung des Wertes, die nicht von einer Zentralbank oder einer Behörde ausgegeben oder garantiert wird.“

Die Vorschriften verpflichten diejenigen, die Depotdienstleistungen für virtuelle Währungen anbieten, sich an die unter 4AMLD festgelegten AML-Vorschriften zu halten. Das bedeutet: Austauschplattformen, die Dienstleistungen innerhalb der Europäischen Union anbieten, müssen Informationen über Kunden an die zuständigen Behörden übermitteln und eine Sorgfaltspflichtprüfung bei verdächtigen Benutzeraktivitäten durchführen.

Dramatische Auswirkungen auf die Branche

Dies wird dramatische Auswirkungen auf die Branche haben. Wie Reporter Larry Cermak (@lawmaster) betont, werden Binance und OKEx – zwei absolute Börsen-Giganten der Branche, den neuen Vorschriften plötzlich folgen oder ihre Dienstleistungen für Europa einstellen müssen.

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Binance, eine der beständigsten Börsen aufgrund ihrer hohen Auszahlungslimits ohne Kunden-Überprüfung, müsste ihre eigenen Richtlinien überarbeiten. Derzeit können Benutzer zwei BTCs ohne KYC-Check abheben. Das beispielsweise ist eindeutig nicht konform mit den AML-Vorschriften. Alternativ könnte das Unternehmen beschließen, seine Dienste vollständig aus der EU zurückzuziehen.

Angesichts des erhöhten regulatorischen Drucks durch einige Länder hat Binance bereits bewiesen, dass man zu Kompromissen bereit ist, um Dienstleistungen weiterhin auf wichtigen globalen Märkten anzubieten. Anfang des Jahres zog sich die Plattform plötzlich aus den USA zurück, bevor sie Binance US einführte – eine stark reduzierte, aber regulatorisch konforme Plattform für amerikanische Benutzer.

Einige Unternehmen haben aufgrund der kommenden Regulierungsmaßnahmen bereits geschlossen. BottlePay zum Beispiel hat letzte Woche erklärt, dass die neuen Vorschriften es unmöglich machen würden, den Social-Media-Trinkgelddienst weiterhin in einer Weise anzubieten, die mit seinem derzeitigen Betrieb übereinstimmt. So kündigte das Unternehmen in einer Pressemitteilung an, dass es Ende des Jahres seine Tätigkeit einstellen werde. Anderen Unternehmen wie Simplecoin und Chopcoin ist es ähnlich ergangen.

Obwohl die Vorschriften die europäischen Kryptowährungsunternehmen sicherlich erschüttern werden, scheinen einige den Wandel auch zu begrüßen. Valeriya Kolomiychenko von der „EXMO“-Digital-Asset-Trading-Plattform etwa schreibt in einem Medium-Post, dass die neuen Regeln mehr Sicherheit bieten würden – etwas, worauf viele Krypto-Unternehmen seit Jahren warten.

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