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Krypto-Verbreitung: UNICEF akzeptiert jetzt Spenden in Bitcoin und Ethereum

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UNICEF hat einen weiteren Schritt in Richtung Kryptowährungen getan: Das Kinderhilfswerk akzeptiert jetzt Spenden in Form von Bitcoin und anderen Kryptowährungen.

UNICEF setzt voll auf Krypto

Laut einer Pressemitteilung vom 8. Oktober ist es dem Internationalen Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) jetzt erlaubt, Spenden in Form von Kryptowährungen anzunehmen.

UNICEF kooperiert hierfür mit der Ethereum Foundation, die auch eine erste Spende über das französische Nationalkomitee der Organisation tätigte.

Laut der Pressemitteilung ist es künftig möglich, Spenden in Form von zwei Kryptowährungen zu tätigen: entweder in Bitcoin oder in Ethereum.

Und, ungewöhnlich: UNICEF sagt, man wolle die erhaltenen Mittel gar nicht in Fiat umwandeln. Stattdessen würden sie in ihrer ursprünglichen Form gespeichert und verteilt.

UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore kommentierte die Entscheidung als „neues und spannendes Unterfangen“.

„Wenn digitale Volkswirtschaften und Währungen das Potenzial haben, das Leben kommender Generationen zu gestalten, ist es wichtig, dass wir die Möglichkeiten, die sie bieten, erkunden“, so die Führungskraft.

„Deshalb ist die Einrichtung unseres Kryptowährungsfonds ein wichtiger und willkommener Fortschritt in der humanitären Arbeit und der Entwicklungsarbeit.“

Die Ethereum-Stiftung hat bereits vier Begünstigte ihrer Spenden genannt, darunter drei Empfänger des UNICEF-Innovationsfonds und ein Projekt zur Bereitstellung von Internetzugängen für Schulen.

„Gemeinsam mit UNICEF ergreifen wir Maßnahmen mit dem Kryptofonds, um den Zugang zu Grundbedürfnissen, Rechten und Ressourcen zu verbessern“, erklärte Geschäftsführerin Aya Miyaguchi.

„Wir wollen die Forschung und Entwicklung der Ethereum-Plattform unterstützen und die Gemeinschaft derjenigen vergrößern, die von einer Technologie profitieren, die in den kommenden Jahren unzählige Leben und Branchen verbessern wird.“

Ausschluss von Bitcoin-Zwischenhändlern

UNICEF hat bereits im vergangenen Jahr angefangen, mit Krypto-Spenden zu experimentieren. So akzeptiert der französische Außenposten neun Token, die anderen kryptobezogenen Initiativen folgen.

Dass auf eine Konvertierung nach Fiat verzichtet wird, kommt dennoch zum richtigen Zeitpunkt. In den letzten Monaten wurden mehrere hochkarätige Fälle von Zahlungsabwicklern bekannt, die aufgrund interner Richtlinien Spenden verzögern oder völlig verweigern.

Darunter war eine Zahlung von 100.000 Dollar an eine Wohltätigkeitsorganisation, die bei der Bekämpfung der Brände im Amazonas Regenwald hilft. Diese soll der Zahlungsdienstleister BitPay gestoppt haben – angeblich aufgrund der Kontoeinstellungen der Wohltätigkeitsorganisation.

Die gängige Praxis bei Kryptowährungs-Dienstleistern besteht eigentlich darin, das gesamte oder einen Teil des Geldes sofort in Fiat umzuwandeln. Die Politik zielt darauf ab, Schwankungen auf dem Markt zu vermeiden – der ist allerdings in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen.

Textnachweis: bitcoinist, ANJA VAN OOSTERHOUT
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