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Hartes Durchgreifen: US-Aufsichtsbehörde stoppt Telegram Token-Verkauf

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Der lang erwartete Krypto-Token-Verkauf der russischen Nachrichtenplattform Telegram ist bei der US „Securities and Exchange Commission“ gegen eine Wand gefahren. Die Regulierungsbehörde hat eine Dringlichkeitsklage eingereicht und eine einstweilige Verfügung für den geplanten ICO im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar erhalten.

Krypto geht es immer härter an den Kragen

Die US-Regulierungsbehörden bleiben bei ihrer strengen Krypto-Haltung – insbesondere bei neuen Token-Verkäufen. Telegram-Gründer Pavel Durov hatte die Hoffnung, das „Telegram Open Network“ als Zahlungsoption zu starten – ähnlich wie Facebooks Libra.

Das Telegram-Offering ist seit Januar 2018 in Arbeit und war bereits Mitte letzten Jahres in stürmische Fahrwasser geraten. Das Unternehmen begann Anfang 2018 mit der Beschaffung von Mitteln, um die Entwicklung der neuen TON-Blockchain und ihres beliebten Messenger-Dienstes zu finanzieren. Berichten zufolge wollte die Messaging-Plattform bis zu 600 Millionen Dollar in einem Pre-Sale und weitere 700 Millionen Dollar durch einen Börsengang sammeln.

Laut der offiziellen Pressemitteilung wurden 2,9 Milliarden Gramm an 171 Erstinvestoren zu reduzierten Preisen verkauft. Dazu gehören mehr als 1 Milliarde Token für 39 US-Käufer. Telegram sagte, man wolle die Token vor Ende des Monats noch liefern – die SEC hatte aber andere Pläne.

Die Behörde wirft der Firma vor, ihre Token-Verkäufe, die sie als Wertpapiere betrachtet, nicht registriert zu haben. Stephanie Avakian, Co-Direktorin der „Division of Enforcement“ der SEC, erklärte:

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„Unsere heutige Notfallmaßnahme soll verhindern, dass Telegram die US-Märkte mit digitalen Token überschwemmt, von denen wir behaupten, dass sie rechtswidrig verkauft wurden. Wir behaupten, dass die Beklagten es versäumt haben, den Anlegern Informationen über die Geschäftstätigkeit von Grams and Telegram, die Finanzlage, die Risikofaktoren und das Management zur Verfügung zu stellen, die nach den Wertpapiergesetzen erforderlich sind.“

Steven Peikin, Co-Direktor der „Division of Enforcement“, fügte hinzu: Die Regulierungsbehörde habe wiederholt erklärt, dass Emittenten die Bundeswertpapiergesetze nicht allein dadurch umgehen können, dass sie ihr Produkt mit einer Kryptowährung oder einem digitalen Token kennzeichnen.

Telegram strebt danach, die Vorteile eines öffentlichen Angebots zu nutzen, ohne die seit langem bestehenden Offenlegungspflichten zum Schutz der Anleger zu erfüllen.

Das Unternehmen hat seine Arbeit an der Blockchain geheimgehalten und erst letzten Monat Netzwerk-Code freigegeben. Auch Coinbase kündigte allzu voreilig Unterstützung für Gram-Token an, sobald sie ausgegeben würden.

Die Klage vom Freitag kommt eine Woche nach dem Vergleich der SEC mit Block.one über den einjährigen EOS-Token-Verkauf – von dem auch behauptet wird, dass er nicht registriert wurde. Das Unternehmen sammelte über 4 Milliarden Dollar, wurde aber mit einer Geldstrafe von weniger als einem Prozent belegt, also lediglich 24 Millionen Dollar. Es wurde auch nicht verlangt, EOS als Sicherheit zu registrieren.

Textnachweis: Bitcoinist, MARTIN YOUNG
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