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Gut für Bitcoin? Die hässliche Seite des traditionellen Bankwesens

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Letzte Woche erlebte die Welt den hässlichen Teil des traditionellen Bankwesens: Die Türkei fror plötzlich Millionen von Konten ein – und die Geldautomaten in Hongkong gaben kein Geld mehr aus. Vorfälle wie diese ermutigen Menschen aus allen Bevölkerungsschichten, sich für sicherere Wertspeicher (SOVs) zu entscheiden – und die erste Wahl fällt hierbei auf Bitcoin.

Die Türkei friert mehr als 3 Mio. Bankkonten ein

Am Donnerstag berichtete die lokale Medien-Agentur Sözcü Gazetesi, dass die Bankkonten Hunderttausender Türken am Montag eingefroren wurden.

Unter Berufung auf den Steuerexperten Nedim Türkmen erklärte das Medienportal: Rund 2,5 Millionen Steuerzahler und 800.000 Unternehmen, die ihre Schulden nicht begleichen konnten, hätten die Kündigungen erhalten. Insgesamt seien etwa 3,3 Millionen Bankkonten gesperrt worden, die Gesamtschulden aller Unternehmen belaufen sich auf umgerechnet 26 Milliarden Dollar.

Die Entscheidung der Türkei kommt überraschend, da den Schuldnern für die Rückzahlungen bislang staatliche Hilfe zugesagt war. Tatsächlich hat Finanzminister Berat Albayrak eine solche Hilfe versprochen. Am Montag kündigte Albayrak die neue Wirtschaftspolitik an – auf eine solche Umschuldung deutete allerdings nichts hin.

Geldautomaten in Hongkong ohne Bargeld

Hinzu kommt, dass den lokalen Geldautomaten am Wochenende das Geld ausging. Social-Media-Nutzer posteten Bilder und Videos von langen Warteschlangen und Menschen, die hofften, noch Geld abheben zu können.

Allerdings könnte sich die Situation weiter verschlimmern. Die Bürger Hongkongs sind über die Sperrung von Bankkonten durch die Regierung überaus besorgt. Laut Kyle Bass, CIO bei Hayman Capital Management, ist ein solches Szenario realistisch:

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Im September erreichte die Anzahl der Suchanfragen nach dem Begriff „Bitcoin“ laut Daten von Google Trends in Hongkong den höchsten Wert seit Juni.

Nebenbei bemerkt: Geldautomaten sind kein Hongkong-exklusives Problem, da 10% von ihnen nicht funktionsfähig sind.

Indische PMC Bank friert Konten ein

In Indien befindet sich außerdem die „Punjab Mumbai Cooperative Bank“ (PMC) inmitten eines Betrugsskandals. Die Bank hat die Aufgabe, dem bankrotten Immobilienmakler „Housing Development and Infrastructure Limited“ (HDIL) ein großes Darlehen zu gewähren und 70% ihrer gesamten Kreditfazilitäten an HDIL zu vergeben.

Im weiteren Verlauf der Untersuchung verhängte die „Reserve Bank of India“ (RBI) eine sechsmonatige Beschränkung für PMC. Letztgenannte kann daher keine Kredite vergeben, Einlagen annehmen oder investieren. Schlimmer noch, Kunden können nur bis zu 1.000 Rupien (ca. 14 $) von ihren Konten abheben.

Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Banken hat sich nach der Finanzkrise 2008 erholt – allerdings stehen die Chancen gut, dass das Vertrauen wieder schwindet. Und das ist ein gutes Zeichen für Bitcoin.

Textnachweis: bitcoinist, ANATOL ANTONOVICI
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