Google lockert Krypto-Restriktionen – regulierte Projekte dürfen Werbung schalten

Im Jahr 2018 war neben Twitter, Snapchat, Facebook und Instagram, auch Google eines der Unternehmen, das Werbung für krypto-bezogene Produkte als "irreführend" eingestuft und auf der Plattform verboten hat. Jetzt will das Unternehmen mit Sitz in Mountain View, Werbung für regulierte Börsen, in den USA und Japan erneut zulassen.
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Im Jahr 2018 war neben Twitter, Snapchat und Facebook, auch Google eines der Unternehmen, das Werbung für krypto-bezogene Produkte als „irreführend“ eingestuft und auf der Plattform verboten hat. Jetzt will das Unternehmen mit Sitz in Mountain View, Werbung für regulierte Krypto-Börsen, zumindest in den USA und Japan erneut zulassen.

Google überarbeitet Richtlinien

In der offiziellen Ankündigung, die den Titel „Aktualisierung der Richtlinie zu Finanzprodukten und -dienstleistungen“ trägt, macht Google klar, dass die Lockerung der Richtlinien nur für die USA und Japan gilt. Zudem werden ausschließlich Kampagnen von Unternehmen akzeptiert, die den Handel mit Kryptowährungen anbieten und die Google Zertifizierung erfolgreich durchlaufen haben. ICOs wie auch Anbieter von Hardware-Wallets, werden demnach weiterhin keine Werbeanzeigen über Google Ads schalten dürfen.

Auszug aus der Ankündigung:

„Im Oktober 2018 ändert sich die Google Ads-Richtlinie zu Finanzprodukten und -dienstleistungen. Regulierte Börsen für Kryptowährungen dürfen dann in Japan und den Vereinigten Staaten beworben werden.

Werbetreibende benötigen die Zertifizierung von Google für das Land, in dem ihre Anzeigen ausgeliefert werden. Diese kann nach dem Inkrafttreten der Richtlinie im Oktober beantragt werden.“

Ursprünglich wurde das Verbot im März 2018 eingeführt, um „Verbraucherschäden zu verhindern“. Dieser Schritt wurde von der Crypto-Community kontrovers diskutiert. Einige sahen das Verbot als generellen Schlag gegen Kryptowährungen, da das Verbot für jegliche Produkte in Kraft trat, die mit Kryptowährungen in Verbindung gebracht werden könnten. Andere waren der Ansicht, dass ein Verbot nötig war, um betrügerischen Projekten eine großflächige Werbemöglichkeit zu nehmen.

Was Google schlussendlich dazu bewegt hat das Verbot zu lockern, ist bislang nicht bekannt. Im März begründete Scott Spencer, Director of Sustainable Ads, den Bann, während eines Interviews mit CNBC mit folgenden Worten:

„Wir haben keine Kristallkugel, um zu wissen, wohin die Zukunft mit Kryptowährungen gehen wird, aber wir haben genug Verbraucherschaden oder Potenzial für Verbraucherschaden gesehen, das ist ein Bereich, dem wir uns mit äußerster Vorsicht nähern wollen.“

Es scheint, als könnte Google die Situation nun besser abschätzen, was dazu führt, dass das Unternehmen die Richtlinie erstmals lockert. Ob die Änderung auf weitere Länder ausgeweitet wird, ist bislang nicht bekannt.

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