„Dutzende Verdächtige“: So kämpft die US-Steuerbehörde gegen Krypto-Steuerhinterzieher

So kämpft US-Steuerbehörde gegen Krypto-Steuerhinterzieher
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Der Internal Revenue Service (IRS) der Vereinigten Staaten hat sich kürzlich mit anderen globalen Steuerbehörden getroffen – und eigener Aussage zufolge dadurch einen „viel tieferen Einblick“ bekommen, wie man gegen Krypto-Steuerhinterzieher vorgehen kann. Das Treffen war Teil der erneuten Bemühungen des IRS, Steuerhinterziehung bei digitalen Währungen zu bekämpfen.

Gemeinsam bekannt als die „Joint Chiefs of Global Tax Enforcement“ tauschten Vertreter von Steuerbehörden der USA, Großbritannien, Australien, Kanada und den Niederlanden ihre Erfahrungen zum Thema Kryptosteuerhinterziehung aus. Das IRS glaubt nun, dass es besser ausgestattet ist als zuvor, um diejenigen zu verfolgen, die sich mit Kryptowährungen vor dem Finanzamt zu verstecken versuchen.

„Dutzende“ von Verdächtigen

Die Behörde behauptet, dank ihres neuen Wissens „Dutzende“ von Verdächtigen identifiziert zu haben. Bloomberg zitiert den Special Agent im Kriminalermittlungsbüro des IRS, Ryan Korner. Er kommentiert das Treffen wie folgt:

„Wir haben Werkzeuge an Ort und Stelle, die wir vor sechs Monaten oder einem Jahr noch nicht hatten.“

Korner zufolge hätten die neuen Informationen, die von den ausländischen Partnern des IRS gesammelt wurden, es ihm ermöglicht, Verdächtige im Zusammenhang mit früheren Fällen zu verfolgen. Der „erweiterte Datensatz“ soll ein wesentlich höheres Maß an Kontrolle der kriminellen Geldflüsse ermöglichen.

In einer Erklärung nach der Sitzung schrieben die Generalstabschefs:

„Steuerbetrug ist kein neues Verbrechen, aber die Raffinesse, mit der Kriminelle Steuerbetrug begehen, ist in den letzten Jahren durch cyberbezogene Aktivitäten deutlich gestiegen.“

Die Behörden stellen schon seit geraumer Zeit sicher, dass Krypto-Benutzer ihre Steuern zahlen. Anfang des Jahres schickte die US-Steuerbehörde mehr als 10.000 Briefe an Einzelpersonen und warnte davor, dass ihre Aktivitäten mit digitalen Währungen als steuerpflichtig angesehen werden könnten.

Änderungen der regulatorischen Vorschriften

Letzten Monat kam es bereits zu Änderungen im Regelwerk der Steuerbehörde. Das Formular 1040 fragt nun, ob „Sie zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr 2019 eine finanzielle Beteiligung an einer virtuellen Währung erhalten, verkauft, gesendet, ausgetauscht oder anderweitig erworben haben“.

Die US-Steuerbehörde gab auch Leitlinien darüber heraus, wie Krypto-Nutzer ihre Steuern zu melden haben. Der bisherige Mangel an Klarheit führte nämlich zu großer Verwirrung und dürfte gehörig dazu beigetragen haben, dass manches nicht in der Steuererklärung landet.

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