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Bitcoin-Flaute in der Eurozone: „Es könnte schlimmer werden“ warnt die ING-Bank

Kryptowährungen sind ein sehr volatiles, unreguliertes Investmentprodukt. Kein EU-Investorenschutz.

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Mit dem Beginn des zweiten Quartals 2020 hat das niederländische multinationale Bankinstitut ING davor gewarnt, dass sich der Zustand der Wirtschaft in der Eurozone verschlechtern könnte, bevor er sich bessert. Der wirtschaftliche Abschwung könnte dazu führen, dass weniger Einzelpersonen in Bitcoin investieren.

Die wahren wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie müssen erst noch erkannt werden. Ein leitender Ökonom bei ING sagt, dass das Bild jetzt zwar viel klarer ist, wir aber immer noch „überraschend wenig“ wissen.

Europäisches Verbraucher- und Geschäftsvertrauen auf historischem Tiefstand

Laut einem führenden Ökonomen der Eurozone bei ING befindet sich die europäische Wirtschaft in einer „düsteren“ Lage. In einem Update zum Ende des Quartals sagt Bert Colijn, dass es besser werden wird, aber die Menschen sollten auch auf schlechtere Zeiten vorbereitet sein.

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In dem oben genannten Video berichtet Colijn, dass Informationen über den wahren Zustand der europäischen Wirtschaft immer noch spärlich sind. Die verfügbaren Daten stammen aus Verbraucher- und Unternehmensumfragen.

Diese geben laut Colijn zwar bereits einen düsteren Ausblick auf die Wirtschaft, allerdings sind die vollen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie noch nicht bekannt. Der ING-Ökonom räumt ein, dass die Umfragen größtenteils vor dem derzeitigen Niveau der Bewegungsbeschränkungen in vielen der großen europäischen Volkswirtschaften durchgeführt wurden.

Colijn berichtet, dass sich Verbraucher offenbar viel mehr auf ihre persönlichen Finanzen, ihre eigene Beschäftigung und die Vermeidung größerer Anschaffungen konzentrieren. In der Wirtschaft stellt er fest, dass der PMI vor kurzem auf den niedrigsten Stand gesunken ist, den die Eurozone je gesehen hat. Obwohl die Kennzahl keine Informationen über das Ausmaß des Schadens für die Unternehmen liefert, zeigt sie doch, wie viele davon betroffen sind.

Die Situation sieht schlecht aus, und wie Colijn zugibt, könnte sie sich durchaus noch verschlimmern. Dennoch gibt es Hoffnungsschimmer für eine Erholung. Wie ein kürzlich veröffentlichter ING-Bericht zeigt, ist Europa nicht wie die USA von extrem steigender Arbeitslosigkeit betroffen.

Positiv dabei: Die Arbeitslosigkeit ist im Februar sogar von 7,4 auf 7,3 Prozent gesunken. In der Zwischenzeit hat die Zahl der Arbeitslosenanträge in den USA enorm zugenommen. 

In der vergangenen Woche haben insgesamt 3,28 Millionen Menschen Arbeitslosenunterstützung beantragt – mit großem Abstand die bisher höchste Zahl.

Dennoch stellt ING fest, dass ein Anstieg der Arbeitslosigkeit in Europa unvermeidlich scheint, da viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, sich angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen über Wasser zu halten. Die Zahlen von Visa und anderen großen Zahlungsnetzwerken deuten darauf hin, dass die Menschen einfach nicht mehr so viel ausgeben wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie.

Verlangsamt sich das Bitcoin-Wachstum?

Wie ING feststellt, steigt die Arbeitslosigkeit in einigen Ländern – und die Menschen fürchten sich zunehmend vor Arbeitslosigkeit. Viele sehen Krypto immer noch als eine hochspekulative Investition an, da liegt es auf der Hand, dass sich der Kauf von Bitcoin ebenfalls verlangsamen wird.

Obwohl Bitcoin alle Eigenschaften eines außergewöhnlich sicheren Hafens besitzt, wird es vermutlich noch viele Jahre einwandfreier Netzwerkbetriebszeit dauern, bevor BTC allgemein als solcher angesehen wird. 

In der Zwischenzeit scheinen diejenigen, die sich weltweit Sorgen um den Verlust ihres Arbeitsplatzes machen, kaum dazu bereit zu sein, schnell Krypto-Positionen einzunehmen.

Daten von LocalBitcoins zeigen bereits eine Flaute beim Kauf von Bitcoins in der gesamten Eurozone in den letzten Wochen. Obwohl sie nicht den gesamten europäischen Markt widerspiegeln, unterstreichen sie den Abwärtstrend.

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