BlackRock CEO klärt Gerüchte um eine Beteiligung in Bitcoin und Kryptowährungen

Gestern berichteten wir, dass der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock eine Arbeitsgruppe eingerichtet hat, um den schnell wachsenden Markt für Kryptowährungen und die damit verbundenen Chancen für das Unternehmen untersuchen soll.
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Gestern berichteten wir, dass der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock eine Arbeitsgruppe eingerichtet hat, um den schnell wachsenden Markt für Kryptowährungen und die damit verbundenen Chancen für das Unternehmen untersuchen soll.

Blockchain „ja“, Kryptowährungen „nein“

Der Bericht, den die in London ansässige Nachrichtenagentur Financial News (FN) veröffentlicht hat, sorgte für großen Optimismus unter den Krypto-Investoren und Befürwortern. Laut der FN hat der weltweit größte Vermögensverwalter eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Chancen und Risiken der Blockchain-Technologie und Kryptowährungen in Erfahrung bringen soll. Ein Investment in Kryptowährungen durch BlackRock wäre eine wichtige institutionelle Bestätigung für die Brache und könnte andere Vermögensverwalter dazu ermutigen, selbst in Bitcoin und Co. zu investieren.

Bitcoin-Chart-vom-17.-Juli-2018
Bitcoin-Chart vom 17. Juli 2018 | Quelle: Live Coin Watch

Einige Medien machten die Meldung sogar für den kurzfristigen Aufschwung des Marktes verantwortlich. Tatsächlich stieg Bitcoin in den letzten 24 Stunden um rund 5,4 Prozent und wurde zum Redaktionszeitpunkt bei 6.727 Dollar gehandelt, was eine eher ungewöhnliche Bewegung darstellt, in Zeiten, in denen die Volatilität von BTC einen historisches Tief erreicht hat.

BlackRock Kunden zeigen keine deutliche Nachfrage

In einem Interview mit Reuters sagte der BlackRock CEO jetzt, dass die Arbeitergruppe zwar gegründet wurde, aber seine Kunden nicht auf eine „riesige Nachfrage nach Kryptowährungen“ hingewiesen haben.

„Wir sind ein großer Blockchain-Student“, sagte der BlackRock CEO im Interview und fügte hinzu, dass er keine „große Nachfrage nach Kryptowährungen“ sehe.

In einem weiteren Interview, das ebenfalls gestern, am 16. Juli, veröffentlicht wurde, bestätigte Fink gegenüber Bloomberg nochmals, dass das Unternehmen an der Blockchain-Technologie interessiert sei, aber nicht so sehr an Kryptowährungen.

„Ich habe nicht von einem Kunden gehört, der sagt: Ich muss dabei sein.“

Seine Aussage lässt darauf schließen, dass BlackRock bislang nicht einen Cent von den 6,3 Billionen Dollar, die das Unternehmen verwaltet, in Bitcoin, Ether oder andere Kryptowährungen investiert hat und auch, dass konservative Institutionen Kryptowährungen als Anlageklasse skeptisch gegenüberstehen.

Institutionelle Anlegern zögern weiterhin

Im Gegensatz zu Wall Street Investmentbanken wie der Goldman Sachs Group und JPMorgan verfügt BlackRock über keine Infrastruktur, um Kryptowährungen zu kaufen oder zu verkaufen. Auf die Frage, ob Fink das Bedürfnis habe, sich auf den Tag vorzubereiten, an dem die Kunden von BlackRock diese Möglichkeit fordern würden, sagte er: „Im Moment, nein.“

Institutionelle Investoren zögern bislang den Handel mit Kryptowährungen aufzunehmen. Teilweise wegen des Preisverfalls seit Dezember 2017, aber auch wegen Illiquidität, Hacker-Angriffen, Betrug und dem Mangel an Verwahrungsdiensten. Wenn Finks Haltung ein Wegweiser ist, kann es noch eine Weile dauern, bis institutionelle Investoren den Markt betreten.

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