Bitcoin fällt, Öl fällt – doch BTC-Bullen bleiben trotzdem optimistisch. Warum?

Bitcoin fällt, Öl fällt – BTC-Bullen bleiben optimistisch. Warum
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Bitcoin hat am gestrigen Montag einen überraschenden Absturz erlebt, als die Anleger die Situation auf einem beunruhigenden Ölmarkt neu bewerten.

Die Benchmark-Krypto-Währung ist um 4,30 Prozent auf etwa 6.748 Dollar gefallen, kurz nachdem der Ölterminpreis in den USA zum ersten Mal in den negativen Bereich gerutscht war. 

Die beiden Vermögenswerte sind nach wie vor nicht korreliert, aber Bitcoins wachsende Korrespondenz mit dem Aktienmarkt inmitten der sich schnell ausbreitenden Coronavirus-Pandemie könnte zu einem Kursrückgang geführt haben.

Der Dow Jones Industrial Average rutschte am Montag um 2,4 Prozent auf 23650,44 ab, wobei er sich am Ölmarkt orientierte. Auch der S&P 500 und der Nasdaq Composite stürzten um 1,8 Prozent bzw. 1 Prozent ab. Das zeigt, dass Anleger weiterhin Sicherheit abseits risikobehafteter Anlagen suchen.

Technischer Vorteil für Bitcoin-Bullen

Der Rückgang von Bitcoin innerhalb eines Tages hinderte die Preise der Kryptowährung nicht daran, den vorherrschenden Aufwärtstrend zu halten. Die Krypto-Währung stürzte genau in das, was wie ihre vorläufige Unterstützung aussieht, bevor sie einen kleinen Rückzugsversuch unternahm, der in die asiatische Session am heutigen Dienstag mündete.

Technische Analyse Bitcoin USD

Wie aus dem obigen Coinbase 1D-Chart hervorgeht, hat Bitcoin die aufwärts geneigte Unterstützungstrendlinie getestet. Die Krypto-Währung erholte sich schwach um 1,01 Prozent und erreichte ein Intraday-Hoch bei $6.925, was die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Konsolidierung innerhalb des aktuellen Widerstandsbereichs zum Ausdruck bringt, der durch $6.800-Tiefs und $7.500-Hochs definiert ist.

Währenddessen befand sich der Kurs auf konvergierender Unterstützung. Die Bullen haben versucht, die zwischenzeitliche Aufwärtsverzerrung von Bitcoin in der Nähe dieser Unterstützungsebenen zu halten – was bestätigt, dass sie angesichts der schwindenden makroökonomischen Aussichten immer noch einen technischen Vorteil haben.

„Man sagt, Bitcoin sei wild“, kommentiert Frank Chapporra, ein ehemaliger Nasdaq-Reporter.

„Während dieser [Coronavirus-]Krise haben wir miterlebt, wie die Aktienvolatilität ins Trudeln geriet, wie die Renditen der Staatsfinanzen Rekordtiefs erreichten, wie die Ölpreise unter Null fielen, wie die Fed in noch nie dagewesenem Maße druckte und Anleihen kaufte. Im Moment ist Bitcoin womöglich stabiler als alles andere.“

Welche Risiken existieren?

Die zunehmende Nähe von Bitcoin zu den US-Aktien bleibt einer der alarmierendsten Abwärtskatalysatoren. Der Ölschock könnte die Aktien im weiteren Verlauf der Woche weiter nach unten treiben. 

In der Zwischenzeit könnten Anleger, die ihre Verluste neutralisieren wollen, damit beginnen, das erste, was sie als profitabel ansehen, gegen Bargeld zu verkaufen.

Das ist beunruhigend für Bitcoin, der seit seinem Zyklustief um 77 Prozent gestiegen ist. Das nächste Ziel der Bullen ist es, die Unterstützung über 6.800 Dollar zu halten. Die Untergrenze könnte die Preise auf bis zu 9.000 $ führen, wie in einer früheren Analyse von Coin-Update bereits vorhergesagt wurde.

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